Greetings an alle (in Gedanken) Mitreisenden! Wir sind inzwischen soweit, uns aus Dunedin zu verabschieden, in drei Stunden faehrt der Bus. Aber bis dahin geniessen wir noch ein bisschen die Ruhe in unserem Hostel, hier ist es total gemuetlich. Im Radio laufen die ganze Zeit alte Songs, abends brennt ein Feuer im Kamin, und gegessen wird gemeinsam an einem riesen Esstisch.

Donnerstag haben wir uns aufgemacht, und haben Dunedin erkundet. Sind als erstes zu Cadbury World, eine Fabrik, in der Schokolade produziert wird, und haben uns dort einer Tour angeschlossen. Viel Neues gab es fuer mich nicht zu sehen, es ist im Grunde genauso wie bei Nordmilch: Die Maschinen machen entweder furchtbaren Krach oder funktionieren nicht, es liegt ein suesslicher Geruch in der Luft, und die Arbeiterinnen an den Fliessbaendern sehen total gelangweilt aus. Fuer uns gab es allerdings Schokolade for free, und eine Kakaobohne konnte man probieren. Fehler! Die schmeckt total bitter, und diesen Geschmack bekommt man auf ewig nicht aus dem Mund heraus! Sind danach weiter zur University of Otago, die groesste Uni Neuseelands. Sind dort nur ganz kurz rein, aber das, was wir zu sehen bekommen haben, hat schon mal einen guten Eindruck gemacht. Weiter ging's dann zur Baldwin Street, mit 38% Steigung die steilste Strasse der Welt. Nachdem wir ca. vier Kilometer dorthin gelaufen sind, die Strasse hinauf, wieder herunter und wieder zurueck, waren wir schon ein bisschen kaputt. Aber jedenfalls haben wir die Strasse eigenstaendig erklommen, teilweise sind doch tatsaechlich ein paar Touris in ihren Autos an uns vorbeigefahren. Welchen Sinn hat das dann noch? Es war auch total warm, der Herbstanfang hat es sich wohl also doch noch einmal anders ueberlegt. Die Sonne scheint, und der Himmel ist wolkenfrei. Abends haben wir es uns dann mit Chips, Schokolade und Klatsch-Magazinen vor dem Kamin gemuetlich gemacht.
Fuer gestern war ein Ausflug auf die Otago Peninsula vorgesehen, zu den Albatrossen, Pinguinen und Seehunden. Die Albatrosse haben uns ein bisschen enttaeuscht. Nur ein Jungtier war da, und die sind immer ein bisschen langweilig, weil die nicht fliegen koennen und auch kaum laufen. Sind voellig auf Mommy und Daddy angewiesen. Sind dann weiter zu den Pinguinen, wo auch die Seehunde waren. Wir mussten durch Schuetzengraeben krabbeln (naja, man kann schon aufrecht gehen) damit die Pinguine denken, wir waeren nicht groesser als sie, alles andere wuerde sie verschrecken. So kamen wir dann ziemlich nah an sie heran. Zu dieser Jahreszeit sind die Pinguine gerade dabei, ihr Fell zu wechseln. Dafuer fressen sie sich im Meer eine Fettschicht an, gehen an Land, leben dort von dem gespeicherten Fett und wechseln innerhalb eines Monats ihr Gefieder. Das Paarungsverhalten dieser Tiere ist auch eine Geschichte fuer sich. Von der Station bekommen alle Pinguine einen Namen, und so wurde uns erzaehlt, dass Sue erst mit Howie Kinder hatte, dann mit Stewart, der aber auch schon mit Lizzie, dann war da auch noch Stu... Schlimmer als in jeder Soap! ;-) Als die Sonne unterging, mussten wir wieder zurueck, und so sind wir an der Kuestenstrasse mit lautem Autoradio durch die Dunkelheit nach Dunedin gefahren.
Uns geht es hier also sehr gut. Schade, dass unsere Reise schon in acht Tagen wieder vorbei ist.

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home