25 März 2006

Hallihallo aus dem quietschbunten Nelson! Was ist passiert in den letzten Tagen?! Unsere Weintour war nicht ganz so wie erwartet. Der Anbieter, der uns mit Fahrraedern ins Weinanbaugebiet gefahren haette, hatte einen Termin. Also musste eine andere Loesung her. Auto mieten war zu teuer, der Bus fuhr nicht dorthin wo wir hin wollten. Also haben wir uns an die Strasse gestellt - den Gedanken im Hinterkopf, das Trampen in Neuseeland super klappen wuerde - und Kathrin hat einfach mal ihren Daumen rausgestreckt. Tja, wir mussten nicht lange warten, bis tatsaechlich jemand hielt. Der hat fuer uns dann einen Umweg gemacht und uns bei einem Fahrradverleih abgesetzt. Dort angekommen, fing es an zu regnen, wir also keine Raeder ausgeliehen, sondern zu Fuss los. Sind auch tatsaechlich bis zu dem ersten Weingut gekommen, und als wir uns gerade im Shop umsehen, faengt es furchtbar an zu schuetten! Eine Stunde haben wir gewartet, und sind dann im Nieselregen wieder los Richtung Picton. Mussten zwar ein bisschen laenger warten als beim ersten Mal, aber dann wurden wir auch wieder mitgenommen. Und nach einmaligem Fahrzeugwechsel waren wir wieder bei unserem Hostel angelangt. Klappte echt gut, Trampen ist hier echt an der Tagesordnung, man wird natuerlich gleich ausgefragt woher man kommt, wie lange man bleibt, und so weiter und so fort!
Hier in Nelson wollten wir dann eine Wanderung durch den Abel Tasman National Park machen. Und da man dafuer - normalerweise dauern solche Wanderungen mehrere Tage - eine komplette Ausruestung (Kocher, Isomatten,...) benoetigt, ging das fuer uns nicht. Wir haben dann im Visitor Center nachgefragt, ob es eine 2-Tages-Tour gaebe, und wir hatten doch tatsechlich Glueck. Los ging es am Mittwoch um halb sieben in der Frueh, mit dem Bus nach Marahau. Dort um neun Uhr mit dem Wassertaxi in die Bark Bay, wo wir ins Wasser geschmissen wurden um die restlichen Meter zum Strand durch's Wasser zu waten. Und dann ging's los, ueber Stock und ueber Stein, wer kann das wohl sein? Immer schoen an der Kueste entlang ging es dann mit Blick auf tuerkisblaues Wasser und goldgelbe Straende durch den Wald, der staendig wechselte zwischen einer Vegetation wie im Urwald oder wie in Spanien. Am spaeten Nachmittag kamen wir dann in der Bucht an, in der das Schiff, auf dem wir die Nacht verbracht haben, lag. Wir wurden uebergesetzt und jeder suchte sich eine Koje. Abends gab es dann Barbeque und jede Menge Tipps von anderen Reisenden, die schon dort waren, wo wir hin wollen. Am naechsten Morgen haben wir schon um acht Uhr auf den Weg gemacht, und waren dementsprechend frueh dort, wo uns der Bus abholen sollte. Insgesamt sind wir an den zwei Tagen eine Strecke von 21 km gelaufen und haben dafuer neun Stunden gebraucht. Teilweise sind wir mehr geklettert als gewandert, das war dann schon ganz schoen anstregend. Dafuer sind wir auch an verlassene Buchten oder Felsvorspruengen, von denen man einen wunderbaren Ausblick hatte, gekommen.
Morgen fuehrt uns unser Weg (naja, genau genommen der Bus) nach Greymouth, damit wir mit der Eisenbahn nach Christchurch fahren koennen! Noch haben wir gutes Wetter...